Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mit dem neuen mycoProfile Storage 3 können erstmals Aflatoxine (AFL), Ochratoxin A (OTA) und jetzt auch Tenuazonsäure (TEA) gleichzeitig gemessen werden, basierend auf unserem selbst entwickelten Antikörper. TEA wird von Alternaria-Pilzen gebildet und ist eines der wichtigsten Alternaria-Mykotoxine. Es kommt insbesondere in Paprika, Nüssen und getrockneten Feigen vor, häufig gemeinsam mit AFL und OTA. Die kombinierte Analyse ermöglicht daher eine deutlich effizientere Überwachung potenziell belasteter Rohstoffe und Lebensmittel. Tenuazonsäure gilt als einer der aussagekräftigsten Marker für einen Alternaria-Befall und steht aufgrund ihrer potenziellen gesundheitlichen Relevanz zunehmend im Fokus von Forschung und Verbraucherschutz. Obwohl bislang keine gesetzlichen Höchstgehalte existieren, hat die EU bereits Richtwerte für verschiedene Lebensmittelgruppen veröffentlicht.
Aktuelle Quantifizierungsgrenzen des Prototyps ♦ AFL: 0,9 µg/kg ♦ OTA: 1,2 µg/kg ♦ TEA: 15 µg/kg (vor Validierung)
Mit der Integration von TEA erweitern wir die Mykotoxinanalytik um einen wichtigen Marker für den Nachweis von Alternaria-Befall und schaffen die Grundlage für eine noch umfassendere Risikobewertung entlang der Lebensmittelkette. Wir freuen uns auf die nächsten Entwicklungsschritte und darauf, diese Innovation bald in die Praxis zu bringen.
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